Auf die Bohne kommt es an

Arabica und Robusta

Der Kaffeebaum gehört zu den Rötegewächsen und könnte theoretisch eine Höhe von bis zu 15 Metern erreichen. Die Kaffeebauern schneiden die Bäume jedoch stets auf eine Höhe von zwei bis drei Metern zurück, wodurch der Ertrag erhöht und die Ernte erleichtert wird. Die Früchte des Kaffeebaums werden wegen ihrer roten oder gelben Färbung Kaffeekirschen genannt. Im Inneren der Kaffeekirsche befinden sich zwei Samen, die eigentlichen Kaffeebohnen. Die für die weltweite Produktion wichtigsten Sorten sind Arabica und Robusta.

Die Arabica-Bohne hat eine ovale Form, enthält mehr Zucker und Fette und ist in der Lage, je nach Züchtung und Aufbereitung ein enormes Aromenspektrum auszubilden, von Nuss-Aromen bis hin zu fruchtigen Düften nach Limetten oder Beeren. Sie enthält gegenüber der Robusta nur halb so viel Koffein.

Die Arabica-Bohne enthält mehr Zucker und Fette, aber nur halb soviel Koffein. 

Die Pflanze ist jedoch sehr empfindlich, was den Anbau sehr anspruchsvoll macht. Die Aromen der rundlicheren Robusta-Bohne sind eingeschränkter, haben häufig erdige Töne und sehr wenig Säure. Lange wurde die Robusta als minderwertigere Sorte angesehen, inzwischen ist dieses Vorurteil jedoch durch bessere Züchtungen und Ausbaumethoden überholt. Heute wird die Bohne sowohl für ihren körperreichen Charakter als auch für ihre feste Crema im Espresso geschätzt.

Fotos: Harborfront digital solutions GmbH