Bio-Kaffee und Nachhaltigkeit

Trägt ein Päckchen Kaffee das grüne EU-Bio-Siegel, bedeutet dies, dass mindestens 95 Prozent der enthaltenen Kaffeebohnen aus ökologischer Erzeugung stammen.
In Fall von Kaffee bedeutet dies, dass bei der kompletten Produktion auf synthetisch erzeugte Pflanzenschutzmittel verzichtet wurde und die Kaffeepflanzen nicht mit leicht löslichem Minderaldünger behandelt wurden. Außerdem ist vorgeschrieben, dass die Pflanzen in einer Mischkultur gedeihen müssen:
Je größer die Vielfalt der Pflanzen innerhalb einer Plantage ist, desto mehr Tiere und Nützlinge können sich ansiedeln, was dazu führt, dass auch ohne Spritzmittel ein natürlicher Pflanzenschutz und eine hohe Pflanzengesundheit gesichert wird.

Bio-zertifizierte Kaffeeerzeuger werden regelmäßig kontrolliert.

Zusätzlich bieten hohe Bäume einen gewissen Lichtschutz für die Kaffeepflanzen, die von extremer Hitze in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Für Bio-zertifizierte Kaffeeerzeuger werden diese Bedingungen durch regelmäßige Kontrollen gesichert, jedoch muss die Auszeichnung "Bio" im Fall von Kaffee differenziert betrachtet werden.
Zum Einen sagt das Siegel an sich nichts über die tatsächliche Qualität der verwendeten Bohnen aus, zum Anderen gelangen auch viele ökologisch erzeugte Kaffees ohne Siegel in den Handel, da sich die Kaffeebauern die Zertifizierung nicht leisten können, auch wenn sie sich aus Kostengründen ohnehin gegen Pestizide und Mineraldünger entscheiden und grundsätzlich auf natürliche Anbaumethoden setzen.

 

Fotos: Harborfront digital solutions GmbH